Clinton Moore

Starkstrom Ozzi

Clinton Moore Rider Profile Header Image

Statistiken

11won
5lost
All time head-to-heads won and lost
1
3
1
2nd1st3rd

Clinton wuchs auf einer kleinen Farm in Bundaberg, einer Stadt an der australischen Ostküste, auf. Wie die meisten seiner Kollegen entdeckte der heute 25 Jährige das Motorradfahren bereits als kleines Kind. Die Farm seiner Eltern war für den jungen Australier die erste Spielwiese bzw. seine erste Motocrossstrecke, auf der er sich schnell ein gutes Gefühl für das Zweirad aneignete.

Als Teenager bekam Clinton, von dem Freund seiner Schwester, ein paar ältere FMX DVDs geschenkt und von dem Moment an gab es kein Halten mehr für den Jungen. Nachdem der FMX Parkour stand, erlernte Moore schnell alle Basic-Tricks und mit 15 probierte er sich bereits am Backflip, da er die anderen Tricks bereits im Programm hatte.

Der erste Versuch verlief für den furchtlosen Clinton eher schlecht, da er unterrotierte und in Folge dessen mit 2 gebrochenen Armen im Krankenhaus landete. Was war nun zu tun? Für Australier keine Frage, sondern die logische Konsequenz ist in diesem Fall immer: Gleich nochmal probieren, wenn man wieder fit ist bis es geht. Es klappte dann auch und Clinton war nach dieser Hürde nun bereit die ersten Backflip Kombination zu trainieren.

Seine Berufsausbildung als Baggerfaher passt wie die Faust auf´s Auge und der FMX Park auf der Farm wurde nun stetig den gestiegen Anforderungen angepasst. Auch ein Schaumstoffbecken und große Sprünge durften nicht fehlen um dem Ziel FMX Profi zu werden näher zu kommen. Nachdem Clinton mit guten Leistungen in seinem Heimatland auf sich aufmerksam gemacht hatte, war es in 2010 dann soweit und er startete international durch. Sein Auftritt beim Wild-Card Wettbewerb für Nachwuchsfahrer, im Rahmen der Red Bull X-Fighters Madrid, hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck und riss die Fans bei dem Trick "Volt" aus den Sitzen.

Eine Einladung zu den X-Games hatte Moore bereits in der Tasche als er nach Europa aufbrach, um dort seinen neuen Trick zu zeigen. Nach den X-Games ging es für ihn ersteinmal kurz nach Hause um seine Frau und 2 Kinder zu sehen, bevor die Taschen für den Red Bull X-Fighters Wettbewerb in London wieder gepackt werden mussten. Moore nannte diese Tour, auf der er Quantas Vielflieger wurde, seine "Triple X-Tour", die für ihn den internationalen Durchbruch brachte. Einladungen zu anderen Events und der Nitro Circus Tour folgten und Clinton verzauberte die Fans weltweit mit seinem einzigartigen aggressiven Style und dem Volt, welchen bis heute nur wenige Fahrer beherrschen.

Seinen bisher meist beachteten Auftritt hatte Clint bei den Red Bull X-Fighters 2011 in Rom als er den Titel des "Swatch Best Moves" gewann. Die folgenden Jahre musste Clinton aufgrund einiger Verletzungen kürzer treten, war aber in der Lage einige IFMXF Veranstaltungen und die Nitro Circus Tour zu bestreiten. Auch in 2013 war der Mann mit Starkstrom unter seiner tättovierten Haut wieder mit den Wahnsinningen um Legende Travis Pastrana global auf Tour, um dort mit unglaublichen Stunts die Hallen zum Kochen zu bringen. Nach der Tour ging es für den Aussie von den Shows gleich weiter zu den großen Wettbewerben. Die Veranstaltung in Madrid war für Clinton das erste dicke Ding und er zeigte mit einem perfekten Doom den Fans im Bullring von Las Ventas, das er bereit ist für die Ehre alles zu geben, auch wenn sein Kampf gegen den übermächtigen Sheehan von Anfang an aussichtslos war. Obwohl Clinton, sowohl in München als auch beim Finale in Pretoria, jeweils vom Training über die Quali bis zu den ersten Runden im Event immer solide Leistungen ablieferte, war im Semi-Finale leider Schluss.

Nach Sheehan folgten, bei den folgenden Events, dann noch Torres und Sherwood als Gegner und ein weiterkommen gegen diese Herrschaften war wahrlich kein Kinderspiel. Obwohl es laut Statistik bis dato nicht so berauschend aussah, ist Clinton ein unglaublich guter Fahrer mit jeder Menge Tricks im Arsenal. 2015 war daher auch sein Jahr. Clinton schien unschlagbar zu sein. Mit zwei ersten Plätzen bei den ersten Stopps in Mexiko Stadt und Athen wurde er plötzlich vom Jäger zum Gejagten. Sein ärgster und auch stärkster Konkurrent Tom Pages machte ihm in Madrid allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung und verbannte Clinton vom ersten Platz. Siegessicher dominierte er Pretoria - mit einem hervorragenden 2. Platz und beim Finale in Abu Dhabi  stand er wieder einmal ganz oben auf dem Treppchen, nachdem Tom crashte. Clinton holte sich damit verdient die Meisterschaft und ging 2016 als einer der Favoriten ins Rennen und wurde Zweiter hinter Tom Pagès.

Wenn man Clinton´s aktuelle Top-Form betrachtet und klar ist das Tom in diesem Jahr - nach einer Schulter Operation - etwas angeschlagen ins Rennen geht , hat der Australier in diesem Jahr sicher die besseren Karten den größten FMX Event des Jahres für sich zu entscheiden.