Dany Torres

Mr. Comeback

Dany Torres Rider Profile Header Image

Statistiken

41won
28lost
All time head-to-heads won and lost
6
7
7
2nd1st3rd

2002 flogen die ersten Red Bull X-Fighters durch die Stierkampfarena "Las Ventas" in Madrid, welchen der Spanier Edgar Torronteras vor begeisterten heimischen Fans für sich entschied. Seine Fans nannten ihn E.T. Heutzutage nennen sie seinen Nachfolger D.T.

Dany Torres ist zwar erst Mitte Zwanzig aber bereits ein alter Hund, wenn es darum geht die härtesten Tricks auf dem Motorrad rauszuhauen. Der Spanier feierte sein Red Bull X-Fighters Debüt 2004 mit einem beachtlichen siebten Platz um nur ein Jahr später in Mexiko auf den fünften Platz zu springen. In 2006 verbesserte er sich abermals und verpasste mit zwei starken vierten Plätzen in Mexiko und Madrid das Treppchen jeweils nur knapp. Im folgenden Jahr sollte der Mann aus Arahal seinen Durchbruch mit einer dominanten Leistung in Mexiko feiern. Der Unterlegene Travis Pastrana lobte Torres Fähigkeit einen für ihn unschlagbaren phänomenalen Lauf in der kompakten Stierkampfarena von Mexiko. Er gratulierte dem spanischen Sieger respektvoll.

Wie viele andere Fahrer blieb Dany nicht verletzungsfrei und hatte nach seinem ersten großen Sieg lange mit seiner Fitness zu kämpfen bevor er sich 2009 eindruckvoll vor heimischen Fans in Madrid mit einem klaren Sieg zurückmelden konnte.

Auch 2010 startete für Torres eher unglücklich als er sich noch vor dem ersten großen Wettkampf bei einer Show in Frankreich schwer an der Hand verletzte. Diese Verletzung schien ihn die gesamte Saison zu verfolgen und er war nicht in der Lage sein volles Potenzial auszufahren. Ein vierter Platz bei den Red Bull X-Fighters auf heimischen Boden in Madrid und ein starker dritter Platz beim folgenden Wettkampf in London zeigten aber das es für Torres definitiv bergauf ging. Bei der Veranstaltung in Rom war der junge Spanier endlich schmerzfrei auf dem Motorrad unterwegs und konnte sein volles Potenzial entfalten und fuhr wie befreit zum ersten Sieg der Saison.

Das Comeback war geglückt. Der junge Familienvater schaffte es beim Saisonauftakt 2011 in Dubai an den Erfolg von Rom anzuknüpfen, bevor ihn ein weiteres Unglück ereilte. Dany musste seine Teilnahme an den Red Bull X-Fighters in Brasilien aufgrund starker Schmerzen im verletzten Bein absagen.

Obwohl Dany immer noch mit Schmerzen im Bein zu kämpfen hatte erschien er in Rom und gewann die Qualifikation. Er konnte aber aufgrund eines Fehlers bei einem „Backflip", welcher ihn dramatisch vom Motorrad warf nicht an den Erfolg des Vorjahres in der ewigen Stadt anknüpfen. Trotz des Horror-Sturzes konnte Torres das Olympia Stadion selbst auf beiden Füssen verlassen und stellte nur wenige Wochen später abermals unter Beweis, das die Stierkampfarena in Madrid sein Wohnzimmer ist.

Der Sieg in Madrid und die damit verbundene Platzierung in der Gesamtwertung der Red Bull X-Fighters Welt Tour schien Torres zu beflügeln und er unterlag dem Amerikaner Nate Adams bei der folgenden Veranstaltung in Poznan, Polen nur knapp.

Bevor Torres nach Sydney zum Finale der Red Bull X-Fighters flog, griff er zum Taschenrechner und verstand sehr schnell, dass beim aktuellen Stand der Gesamtwertung ein dritter Platz auf Cockatoo Island reichen würde um Tour-Champion zu werden. Seine Hauptkonkurrenten Adams und Villa konnten verletzungsbedingt nicht antreten. Dany lieferte auf den Punkt genau und erfüllte sich den Traum seines Lebens mit dem Toursieg.

Die folgende Saison startete absolut nicht wie der Spanier es sich vorgestellt hatte, aber als Meister des "Comebacks" war Torres in der Lage in der zweiten Saisonhälfte seine Karten auszuspielen.

Mit den Zweiten Plätzen in Madrid & München und einem mittelmäßigem Ergebnis beim Finale in Sydney gelang es dem KTM Fahrer schlussentlich doch noch die Saison mit einem respektablen 3. Platz in der Gesamtwertung abzuschließen.

Neben den Red Bull X-Fighters gab Torres auch auf anderen Events richtig Gas und zeigte seinen Rivalen dort, das man immer mit ihm rechnen muss und schnell mal ein neuer Trick aus dem Sack geholt wird um den Zweikampf zu gewinnen. 2013 startete Torres wie immer in Mexico richtig in die Saison und unterlag nur knapp Tom Pagès. Der Bullring ist einfach die Spielwiese von Torres auf der er sein Potenzial besser ausschöpfen kann als auf anderen Strecken. In Dubai holte sich Dany - nach 2011 - einen weiteren Sieg, blieb aber im weiteren Verlauf der Saison unter den Erwartungen. Solide Resultate über die gesamte Saison führten schlussendlich zu einem 2. Platz in der Gesamtwertung.

In der Saison 2014 hat Torres wiedereinmal bewiesen, das es neben Siegen vor allem um Konstanz bei seinen Auftritten geht. Die gesamte Tour schaffte es der Spanier ziemlich sicher in die vorderen Plätze zu fahren, wobei er dreimal auf dem Podium stand. Durch sein bestes Ergebnis - 2. Platz -  beim Finale in Pretoria, schaffte Torres es erneut in der Gesamtwertung unter die Top 3.

2015 hatte D.T. einen ziemlich guten Start mit einem guten 4. Platz in Mexiko Stadt ging es in die Saison. Gefolgt von einem 6. Platz in Athen und einem weiteren 6. Platz in Abu Dhabi, sammelte Torres wertvolle Punkte. Am Ende reichte es jedoch nur für einen 7. Platz in der Gesamtwertung - für Torres eine herbe Enttäuschung, da er es doch gewohnt war unter den Top 3 Fahrern zu sein. Auch in 2016 lief es für den Lokalmatador nicht besser und Dany fuhr enttäuscht als Neunter nach Hause. Der kommende Event in Madrid wird also defintiv kein leichtes Unterfangen für den Spanier werden. Die Konkurrenz hat ebenfalls hart trainiert, um den Kessel von Las Ventas wieder einmal zum Brodeln zu bringen und um mit noch nie dargewesenen Tricks Sportgeschichte zu schreiben.

Mit 47 Starts ist Torres der Red Bull X-Fighters Veteran schlechthin und er hält auch viele weitere Rekorde. In der "History Section" findet ihr eine Übersicht über seine beeindruckende Karriere und Infos zu allen Fahrern.