Josh Sheehan

Australischer "Ruler"

Josh Sheehan - Rider Profile

Statistiken

19won
13lost
All time head-to-heads won and lost
2
3
4
2nd1st3rd

Josh Sheehan wuchs auf einer Farm im australischen Donnybrook auf und bekam sein erstes Motorrad (relativ spät) mit 14 Jahren, was ihn aber nicht daran hinderte sich mit 16 Jahren für die höchste Klasse der australischen Amateur Motorcross Serie zu qualifizieren. Sheehan schien seine Passion gefunden zu haben und versuchte sich an allem was mit zwei Rädern zu tun hatte.

2007 nahmen Freunde den sympathischen Westaustralier mit zu einem FMX Wettbewerb und er entschied sich spontan teilzunehmen. Obwohl sein erster Versuch mit einem Sturz endete wusste Josh, dass er es besser kann. Nachdem er sich von den Verletzungen erholt hatte, trainierte er wie besessen für den nächsten Wettkampf. Seine harte Arbeit wurde belohnt und Josh konnte den 3. Platz bei dem in Australien bekannten Narrogin Revheads für sich verbuchen.

Den finalen Beweis für sein außergewöhnliches Talent erbrachte „Sheenie" 2008 während eines Wettbewerbs in Brisbane. Der relativ unbekannte Honda Pilot schlug bekannte Größen wie Cam Sinclair und Levi Sherwood. Die Menge war außer sich als Josh mit seiner 4-Takt Maschine den bis dato krassesten Ruler-Backflip in der Geschichte des Sports zeigte.

Nach diesem Sieg standen Sheehan die Tore der FMX Welt offen und er wurde unter anderem eingeladen die prestigeträchtige Crusty Tour mitzufahren. Ein Arbeitsunfall verhinderte jedoch seine Teilnahme an weiteren Veranstaltungen.

Josh ist derzeit einer der heißesten FMX Exporte aus „Down-Under". Sein internationales Debüt feierte er beim Red Bull X-Fighters Finale 2010 in Rom, wo Robbie Maddison ihm vor der Show den Red Bull Helm überreichte. Der frisch gebackene Red Bull Athlet erreichte an diesem Abend nicht das Podium zeigte aber bei seinen folgenden Auftritten auf der IFMX Serie, dass er problemlos aufs Treppchen fahren kann.

2011 erzielte Sheehan in Rom einen 3.Platz, dadurch war ihm ein Ticket für den folgenden Wettbewerb in Madrid sicher. Sheehan nutzte seine Chance ein weiteres Mal und erreichte mit überragender Leistung wieder das Podium beim sogenannten „Grand Slam des FMX" in der größten Stierkampfarena der iberischen Halbinsel. Infolgedessen stand seine Teilnahme beim Finale in Sydney fest.

Der Auftritt vor fanatischem Publikum im Heimatland schien Josh zu weiteren Höchstleistungen zu bewegen. Mit sagenhaften Fahrten, welche jeweils immer einen doppelten Rückwärtssolto inkludierten fuhr der junge Australier zu seinem sagenhaften ersten Sieg. Er sicherte sich den 4. Platz in der Gesamtliste und hat somit eine gesicherte Einladung für alle Wettkämpfe der Red Bull X-Fighters Welt Tour 2012. Eine schwere Verletzung nach einem guten 4. Platz zum Saisonauftakt in Dubai hinderte Sheehan jedoch daran die meisten Wettbewerbe der Saison zu bestreiten. Das Tourfinale in Sydney wurde sein Comeback und Josh belegte den 3. Platz. Die Saison 2013 lief recht durchwachsen für den Australier, da er hin und wieder von leichten Verletzungen geplagt wurde.

Als passionierter Nitro Circus Live Fahrer war Sheehan bis zum Red Bull Tourstart 2014 auf diversen Touren der Truppe unterwegs und sammelte dort genug Erfahrung, um gelassen auf die großen Contests zu kommen. Beim Auftaktevent in Mexiko fuhr er souverän ins Finale, verlor jedoch gegen Sherwood. Dennoch erkannte jeder sofort, das Sheehan ein erfolgreiches Jahr haben wird, wenn er weiter so Gas gibt. Beim Event in Osaka (JPN), musste Josh eine Pause einlegen, war jedoch zum Grand Slam in Madrid wieder mehr als voll dabei. Das Finale gegen Tom Pagés ging in die Annalen des Sports als der härteste Zweikampf aller Zeiten ein. Einen Monat später war es für Josh dann endlich soweit und er fuhr auf dem Olympiasee in München den Sieg ein.

Der Toursieg rückte, durch seine konsistente Saisonleistung nun in greifbare nähe und der Showdown in Südafrika wurde zu einem wahren Krimi der FMX Geschichte. Nach der Quali, bei der sein engster Rivale Levi Sherwood leider schwer stürzte, schien niemand dem Australier die Meisterschaft mehr streitig machen zu können. Der Job war nun den Event sicher nach Hause zu fahren, ohne sich am Ende mit einem Fehler alles zu versauen. Ein gute Platzierung hätte für den Toursieg gereicht, aber Josh wollte alles und vor allem nachher nicht den Vorwurf hören, er wäre auf Sicherheit gefahren. Seine Runs waren weit von Taktik entfernt, im Gegenteil, in Aussie Manier schockte der Honda Pilot in jeden Run mit maximalen Tricks die Fans und gewann Alles.

2015 verlief für Sheenie weniger gut. Nach seinem verpassten Tourstart 2015 in Mexiko Stadt (MEX), verringerte direkt seine Chance den Vorjahres Titel zu verteidigen. Das frühzeitige aufeinandertreffen mit seinem Revialen Tom Pagés in Athen spielte gegen ihn. Josh musste sich geschlagen geben und landete auf Platz 5. Leider so auch sein Ergebnis in Madrid. Voller Erwartung auf einen Sieg in Pretoria, verpasste er knapp das Podium und landete am Ende nur auf dem - für ihn enttäuschenden - vierten Platz. Sein bestes Tourergebnis, ein dritter Platz, erzielte Josh beim Tour Finale in Abu Dhabi. Am Ende reichte es aber doch für einen soliden 4. Platz in der Gesamtwertung. Beim Event 2016 in Madrid lief es besser für den Honda Piloten mit einem guten dritten Platz. Es wird sicher spannend sein, zu sehen ob der Aussie in Madrid 2017 wieder die Fans mit seinen Double-Flips aus den Sitzen haut und ganz nach vorne fährt.