Levi Sherwood

Kiwi auf einer Mission

Levi Sherwood Rider Profile Header

Statistiken

36won
18lost
All time head-to-heads won and lost
5
8
3
2nd1st3rd

Levi Sherwood ist buchstäblich auf 2 Rädern groß geworden. Sein Vater, selbst ein Motocross Fahrer und professioneller Speedway Racer, unterstützt seinen Sohn mehr als jeder andere um mit einer Karriere im Motorsport durchzustarten. Schon früh erkannte Levi, dass sein Herz für Sprünge und Tricks schlägt. Er lies die Motocross Strecke hinter sich um mit seinen Freunden Rampen zuspringen. Gelegentlich kehrt Sherwood zu seinen Wurzeln zurück, bestreitet Supercross und Motocross Rennen um Abwechslung in seinen Freestyle-Alltag zu bringen.

Den Sprung auf die internationale Bühne schaffte Sherwood in 2009 als der damals 17 jährige mit unverwechselbarem Style die Red Bull X-Fighters in Mexiko Stadt gewinnen konnte. Zuvor war der junge Neuseeländer lediglich eine lokale Größe bei diversen Auftritten in seinem Heimatland und Australien, wo er unter anderem als Rookie für die bekannte Crusty Tour gebucht wurde. Sein Sieg in Mexico verschaffte ihm ein Ticket für den kommenden Tourstopp in Kanada und der Rest ist Geschichte.

Sherwood wurde im gleichen Jahr der neue Shooting Star der Tour, indem er sich durch herausragende Leistungen und atemberaubende Tricks in die Herzen der Fans fuhr.

Durch seine guten Leistungen qualifizierte sich Levi im Vorfeld der Red Bull X-Fighters Tour 2010 bereits für alle Veranstaltungen und galt als einer der Titelaspiranten. Das Jahr lief fantastisch für Sherwood mit Siegen in Moskau, London und einer Silber Medaille bei den X-Games. Es schien als würde Sherwood das beste Jahr seiner Karriere haben. Plötzlich wendete sich jedoch das Blatt für den jungen KTM Fahrer, er stürzte schwer bei den ASA World Championships in Pamona, Kalifornien und war nicht in der Lage beim Finale in Rom mit seinen Rivalen um die Red Bull X-Fighters Krone kämpfen zu können.

Nach kräftezehrenden Monaten in der Reha war Sherwood Anfang 2011 wieder bereit sein Motorrad zu besteigen. Er entschloss sich die Nitro Circus Tour in seinem Heimatland als Comeback zu nutzen und sein Selbstvertrauen für den ersten großen Wettkampf der Saison in Dubai zu steigern. Sein fünfter Platz bei dieser Red Bull X-Fighters Veranstaltung und der Gewinn des "Swatch Best Move" zeigte das Sherwood recht schnell zu alter Stärke zurückfinden konnte.

Die beeindruckendste Leistung brachte der Red Bull Athlet beim zweiten Stopp in Brasilien. Sherwood lieferte sich auf Strecke eine heftige Diskussion mit den Punktrichtern über sein Qualifizierungsergebnis. Er entschied sich im Wettbewerb keine Backflip Tricks zu zeigen. Er verpasste das Treppchen nur knapp und löste damit eine richtungweisende Diskussion bei den Punktrichtern aus. Sherwood stieß mit seinem Auftritt in Brasilia eine Regeländerung für die kommende Tour an. Ab 2012 sind in der 1. Runde des Wettkampfes nur klassische Tricks erlaubt, Rotationstricks sind verboten.

Nach zwei verletzungsfreien Auftritten bei den Red Bull X-Fighters stürzte Sherwood bei einer Nitro Circus Show schwer und war gezwungen bis zum Finale in Australien zu pausieren, wo er erneut unter Beweis stellte das Comebacks für ihn kein Problem sind.

Bei einem starken Auftritt in Sydney wurde Sherwood lediglich von Josh Sheehan geschlagen und erreichte in relaxter Manier den zweiten Platz. Nachdem der junge Kiwi zwei schwierige Jahre hinter sich gebracht hatte, entwickelte er sich im Vorfeld der 2012 Tour zum Geheimfavoriten. Sein Sieg bei der Auftaktveranstaltung in Dubai und sein Triumpf in Madrid plus ein weiterer Sieg beim Finale in Sydney sicherten ihm den Tour Gesamtsieg. 2013 sprang Sherwood in Mexico gleich mit dem 3. Platz auf das Podium, ein starker 2. Platz in Dubai lies auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hoffen, aber in der 2. Saisonhälfte lief es weniger erfolgreich für den KTM Fahrer. Ein 5. Platz der Gesamtliste qualifizierte ihn automatisch für die 2014 Saison und zeigte gleich beim Saisonauftakt, was in Ihm steckt.

Nach 2009 gewann Sherwood den Stop erneut. Als es dann zum Battle nach Osaka ging, war die Konkurenz von Sherwoods ein wenig geschockt. Der KTM Fahrer hatte es nicht nur geschafft das Momentum des Sieges aus Mexiko mitzunehmen, er hat sogar noch einen oben drauf gesetzt und war definitiv der Dominator im Land der aufgehenden Sonne. Nach 2 Siegen, gab der Neuseeländer bei seinem Auftritt in Madrid natürlich alles um den Tripple zu erreichen, aber ein extrem starker Sheehan zwang ihn im Halbfinale in die Knie und Levi musste sich mit Platz 3 zufrieden geben. Auf dem Wasser des Olympiasees in München erlebte Sherwood dann ein Deja vu von Las Ventas und wurde erneut Dritter, nachdem er Sheehan erneut unterlag. Für das Tourfinale in Südafrika sah, trotz der dritten Plätze, eigentlich in der Gesamttabelle alles gut aus und beim Training zeigte Levi erneut gewohnte Stärke. Das Blatt wendete sich allerdings für den Tourchampion von 2012, als er bei einem Backflip unter rotierte und hart einschlug. Aufgrund der Verletzungen die Sherwood davontrug, war es ihm nicht möglich bei der finalen Veranstaltung anzutreten und er beendete die Saison 2014, trotz eines fulminanten Starts, als Zweiter.

2015 meldete sich Levi eindrucksvoll beim Saisonauftakt in Mexiko Stadt zurück. Mit einem Sieg fest im Visier, landete Levi aber nach einem atemberaubenden Finale nur auf einem enttäuschenden zweiten Patz. Leider ging es für den KTM Fahrer beim zweiten Stopp in Athen nicht bergauf. Levi crashte während einem Run und verließ die Arena mit seinem schlechtesten Ergebnis des Jahres. In Madrid triumphierte der junge Kiwi mit einem 2. Platz auf dem Podium, bevor er wieder einmal, vom Pech verfolgt, wegen einer alten Verletzung frühzeitig die Saison beenden musste. Am Ende platzierte Sherwood, trotz der Teilnahme an nur zwei Stopps, sich mit einem eindrucksvollen 5. Platz in der Gesamtwertung. Beim Event 2016 lief es für Sherwood recht gut und er verpasste mit Platz 4 nur knapp das Podium. Wir können also davon ausgehen, dass Levi auch in 2017 so einiges an neuen Tricks auspackt um zu zeigen, das er immer noch einer der besten Rider der Welt ist.