Mat Rebeaud

Schweizer Luftwaffe

Mat Rebeaud Rider Profile Header

Statistiken

24won
13lost
All time head-to-heads won and lost
5
5
5
2nd1st3rd

Mat trat früh in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters als er mit 4 Jahren anfing Motocross zu fahren. Wie die meisten anderen Fahrer seiner Generation verbrachte er seine Jugend auf Motocrossrennen und startete als professioneller Racer durch bevor er zum Freestyle Motocross wechselte. Rebeauds professionelle FMX Karriere startete in 2005 als er mehrere Titel der IFMXF Serie in Europa gewann. Dies reichte dem jungen Mann aus Payerne aber nicht aus. Er beschloss die oft kühle und regnerische Schweiz zu verlassen um sein Trainingspensum zu verbessern. Kalifornien wurde Mats neue Heimat. Von nun an hatte er die Möglichkeit täglich zu trainieren, was sich sofort positiv auf seine Wettbewerbsergebnisse auswirkte. Bereits im Januar 2006 konnte Rebeaud die erste Winter X-Games Silber Medaille einstreichen. Kurze Zeit später im März 2006 bezwingt er sein Idol Travis Pastrana und gewann somit seinen ersten Red Bull X-Fighters Titel in Mexiko Stadt.

2007: Nachdem Rebeaud sich von einem Oberschenkelbruch erholt hatte, meldete er sich stärker als je zuvor zurück. Mit nur 2 Wochen Training auf seinem Motorrad verpasste der Schweizer nur knapp das Podium beim Red Bull X-Fighters Tour-Stopp in Mexiko. Wenige Wochen später gewann er auf heimischem Boden die Night of the Jumps Veranstaltung in Basel und konnte jeweils zweite Plätze bei den Red Bull X-Fighters in Irland und Spanien auf seinem Konto verbuchen.

Im Jahr 2008 entwickelte sich Mat zum totalen Dominator und verzeichnete das Jahr als das Beste seiner Karriere. Zum zweiten Mal konnte er den Red Bull X-Fighters Saisonauftakt in Mexiko Stadt gewinnen. Rebeaud unterlag Jeremy Stenberg beim zweiten Stopp in Rio nur knapp und schlug diesen aber wiederum klar beim Stopp in Texas. In Madrid feierte Mat einen weiteren Sieg, welcher ihm Rückenwind für die X-Games in Los Angeles gab, wo er eine Silber Medaille gewann. Nur wenige Wochen später gewann er den vierter Stopp der Red Bull X-Fighters Tour im Steinbruch von Wuppertal (Deutschland). Dies krönte ihn vorzeitig zum Tour-Gesamtsieger obwohl noch eine Veranstaltung in Polen ausstand.

Nach dieser erfolgreichen Saison wendete sich das Blatt für den Schweizer. In 2009 war er aufgrund von mehreren Verletzungen nicht in der Lage sein volles Potenzial auszufahren. Beim Red Bull X-Fighters Tourfinale in London bestand jedoch immerhin die Chance den Titel zu verteidigen aber ein übermächtiger Nate Adams wusste dies zu verhindern.

Das Jahr 2010 begann mit einem schweren Unfall während der Vorbereitung für den ersten Wettkampf in Mexiko Stadt. Mat Rebeaud konnte aufgrund der Verletzungen erst im Sommer wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Der 10. Platz bei den Red Bull X-Fighters in Russland zeigte, dass Mat noch weit von seiner Topform entfernt war. Nichtsdestotrotz half die Teilnahme in Moskau das Selbstbewusstsein zu steigern um beim folgenden Wettkampf in Madrid einen starken zweiten Platz zu erkämpfen. Ein sechster Platz in London und ein fünfter Platz in Rom bescherten Rebeaud immerhin einen siebten Platz in der Gesamtwertung, obwohl er nur zwei-drittel der Tour bestreiten konnte.

Die Saison 2011 startete für den ehrgeizigen Schweizer noch schlechter als im Jahr zuvor. Beim Training für den extrem schwierigen Trick „Volt'' brach sich Mat zum zweiten Mal den Oberschenkelknochen und konnte somit bis August an keiner Veranstaltung teilnehmen. Sein geplantes „Comeback" bei den Red Bull X-Fighters in Polen zeigte wie geschwächt der einstige Champion wirklich war. Bereits nach dem ersten Training teilte Rebeaud mit, dass er aufgrund starker Schmerzen den Wettkampf nicht bestreiten wird.

Die letzten Jahre waren für den Schweizer Überflieger mehr als schwierig, dennoch ist er definitiv nicht am Boden zerstört wie die letzten Aufnahmen von seinem Training zeigen. Die Saison 2012 war ein erster Versuch von Mat wieder in das Geschehen einzugreifen, aber man hatte den Eindruck das er die Veranstaltungen in Dubai und München unter Schmerzen bestritt. Der Heilungsprozess erwies sich als äussert langwierig und in 2013 hatte Rebeaud immer noch mit Komplikationen an der Bruchstelle im Oberschenkel zu kämpfen. Seine Leistungen bei Wettbewerben und nicht in der Lage zu sein voll zu trainieren sind ein Spiegel der schwierigen Situation in welcher sich der Fahrer aus Payerne befindet.


Bei den X-Games lief es 2013 für den KTM Fahrer besser als bei den Red Bull X-Fighters und er war in der Lage mehrfach Edelmetal mit nach Hause zu nehmen. Rebeaud war langsam aber sicher wieder auf dem Weg nach oben und die Ergebnisse auf der Tour 2014 lließ auf mehr hoffen. Spätestens seit seinem Auftritt in Osaka, wo er einen starken 5. Platz belegte, wissen die anderen Fahrer das mit Rebeaud immer gerechnet werden muss. Der Flair (540° aus einer Quarterpipe) - welchen nur sehr wenige Rider drauf haben - hat ihm für die gute Platzierung sicher den richtigen Drive gegeben. Mat wollte es einfach nochmal wissen und hat über das Jahr  2014 an weiteren neuen Tricks, wie dem Volt gearbeitet um bei der Red Bull X-Fighters Tour 2015 wieder vorne mitmischen zu können. Leider stürzte der KTM Fahrer während der Qualifikation schwer, bei dem Versuch, seinen neuen Trick zu zeigen, die California Roll. Die Saison war für ihn vorbei und er musste sich von seinen Verletzungen erholen und hart trainieren um am Ende des Jahres wieder auf dem Bike zu sitzen.

Im Fahrerfeld des Events 2016 war Mat nicht dabei und auch in 2017 wird er als Aktiver in Las Ventas nicht antreten, da er einer der Judges ist. Wer könnte den Job besser erledigen als der Schweizer, welcher den Event 8 mal bestritten und 2008 sogar gewonnen hat.