Thomas Pagès

Brothers Trip

Tom Pages - Rider Profile

Statistiken

30won
16lost
All time head-to-heads won and lost
5
6
2
2nd1st3rd

Thomas Pagès bestritt 2007 die ersten Wettbewerbe und fiel sofort durch seine progressive Fahrweise auf. Der Youngster brachte mit seinen Ideen und der Einstellung, FMX auf ein neues Level zu heben, frischen Wind in die Szene.

Innerhalb kürzester Zeit schaffte es der talentierte Franzose, sich von seinem Trainingsgelände in Hossegor an die Weltspitze zu kämpfen, um gegen die besten Fahrer anzutreten. Seine ersten Auftritte bei den Red Bull X-Fighters 2009, die er noch gemeinsam mit seinem Bruder Charles bestritt, sind legendär.

Pagès war der erste Fahrer, der einen Double Grab Backflip auf den Boden setzte und auch mit Frontflips keine Schwierigkeiten hatte. Der Styler hat ein Aufgebot an Tricks, das Tom zu einem der härtesten Gegner im direkten Zweikampf macht. Nach einigen schweren Unfällen seiner Freunde und dem schlimmen Crash von seinem Bruder Charles beschloss Tom, sich für einige Zeit aus dem Wettkampfgeschehen zurückzuziehen. Doch als der Franzose die Einladung für den Red Bull X-Fighters Stop in Glen Helen 2012 erhielt, konnte er einfach nicht ablehnen. Pagès zeigte hier zwar keine kopfüber Tricks, aber setzte mit neuen Kombos und dem "Volt", den nur zwei andere Fahrer springen, deutliche Akzente.

Sein 2. Platz in Amerika beweist, dass keine Backflips notwendig sind, um auf dem Podium zu landen. Es reicht einfach seine Hausaufgaben zu machen und die regulären Tricks auf einem sehr speziellen Niveau zu zeigen.

Tom riss mit seinem neuen Trick "Special Flip", den er mehrfach in Madrid zeigte, die Zuschauer auf den folgenden Stops regelmäßig aus den Sitzen.

Zum Saisonauftakt in Mexiko zeigte Pagès gleich einmal der Konkurrenz wo für 2013 der Hammer hängt. Der junge Franzoße dominierte den Wettbewerb klar und widmete den Sieg seinem verstorbenen Freund Eigo Sato. Seine herausragenden, innovativen Auftritte mit 540° und Kombinationen von diesem halsbrecherischen Trick, welcher im BMX auch Flair genannt wird, seinen weiteren "Special Tricks" und sogar Backflips sicherten ihm bei jeder Veranstaltung ein Platz auf dem Treppchen.

Mit seinem ersten Sieg in der Stierkampfarena von Las Ventas, gewann Tom nicht nur den traditionsreichsten FMX Wettbewerb in Madrid, sondern mit den Punkten für den 1. Platz sicherte er sich auch die Krone des Tour Gesamtsiegers.

Zum Tourstart 2014 war Tom nun zum ersten Mal in der Rolle des Gejagten und neben dem Druck sorgte auch eine unglückliche Situation dafür, das er diesmal im Plaza Mexico nicht auf dem Treppchen stand. Auch in Japan lief es nicht besser für den Franzosen, da der Track ihm überhaupt nicht zusagte und er unnötige Risiken vermied. Am Ende erreichte Tom den 9. Platz und damit sein schlechtestes Ergebnis seit 2009. In Las Ventas drehte sich dann das Blatt für den Yamaha Fahrer und er zollte dem besten FMX Publikum auf dem Planeten seinen Respekt, indem er den - bis dato nie gezeigten - Bikeflip aus der Tasche zückte. Die Fans dankten es ihm mit Standing Ovations, während des weiteren Verlauf seines Runs. So beflügelt erreichte Tom leicht das Finale in Las Ventas und lieferte sich mit einem extrem starken Josh Sheehan, den wohl härtesten Finalkampf der FMX Geschichte. Am Ende konnte Pagés den Stopp in Madrid - nach 2014 - erneut für sich entscheiden und versuchte natürlich mit dem Bikeflip in der Trickkiste auch den Stopp in München zu rocken. Das ging aber leider schief und er crashte beim Versuch, den wahnsinnigen Trick, auf dem Olympiasee zu landen. Auch beim finalen Event in Pretoria (RSA) lief es nicht optimal und Tom konnte erneut nur 45 Punkte auf seinem Konto verbuchen. Beim Zusammenzählen reichte es dann doch für einen soliden 4. Platz in der Gesamtwertung.

Die Saison 2015 startete für den Red Bull Rider gemütlicher als 2014, da Pagés nicht als Titelverteidiger, sondern als Titeljäger anreist. Sowohl die Fans, als auch Rivalen rechneten erneut mit neuen und hochkomplexen Trickvarianten zum Tourstart. Tom nutzte die Off-Season um mit seinem Bruder an Tricks zu arbeiten, die aus "normaler" Sicht wohl eher für die Spielkonsole bestimmt sind.

Beim Tourauftakt 2015 in Mexiko musste Tom sich dennoch mit einem dritten Platz geschlagen gebe. Ihm war schnell klar das auch die anderen ihre Hausaufgaben gemacht haben um ganz vorne mitspielen zu können. In Athen drehte sich das Blatt für den Yamaha Fahrer nur leicht - selbst mit einem 540° Flair in der Tasche reichte es im Finale nicht für den erhofften Sieg. Nach seinen Vorjahressiegen zeigt er in Madrid seinen Rivalen aber dann erneut wo der Hammer hängt. Tom dominierte den Wettbewerb klar und machte das Unmögliche möglich: ein dritter Sieg in Folge auf dem Boden der Stierkampfarena Las Ventas. Wie ein Stierkämpfer verließ er die Arena, mit einem weiteren Rekord in der Tasche, durch den Grande Porta. Voller Adrenalin lieferte er sich mit seinem stärksten Konkurrenten Cliton Moore in Pretoria (RSA) ein Kopf-an-Kopf Battle. Erneut konnte Tom einen Tourstopp auf seinem Konto als Sieger verbuchen. Der Toursieg war zum Greifen nah, als Tom plötzlich im Finale in Abu Dhabi crashte und die Krone an Clinton Moore ging. Beim Event 2016 in Madrid stellte Tom dann erneut klar, wer der Chef in Madrid ist und verwies Clinton auf den zweiten Rang. Tom geht 2017 mit vier Siegen in Folge in Las Ventas an den Start und der Yamaha Pilot geht trotz einer vor kurzem überstandenen Schulter OP als der Top Favorit ins Rennen.

Die letzten vier Jahre hat Tom abgeliefert und auch in 2017 sollte das nicht anders laufen. Freut ich auf FMX Runs die den Sport erneut auf ein neues Level heben werden!